Kierkegaard und die Meerjungfrau
Als die Prinzessin, die in einem Palast auf dem Meeresgrund lebt, heiraten soll, ist sie verzweifelt, weil ihr ein anderer besser gefällt. Sie verlässt den Palast, schwimmt nach oben und trifft vor der Uferpromenade von Kopenhagen auf Kierkegaard,
dem sie von ihrer Verzweiflung erzählt. Er schlägt ihr vor, ganz selbst zu sein und nicht eine andere sein zu wollen. Sie schwimmt zurück, heiratet ihren Geliebten, aber als sie ein Kind erwartet, fühlt sie sich wieder unglücklich. Erneut findet sie Kierkegaard, der sie darauf hinweist, dass "wir nicht selbst sein können ohne Gott als Maßstab." Die Unterhaltung tröstet sie und sie löst sich von ihrer Traurigkeit und fühlt sich wie neugeboren. - Die Parabel mit den einfachen, aber plakativ zauberhaften Zeichnungen hält auch für ältere Kinder eine breite Gefühlspalette bereit. Um die Tiefe der Geschichte ausschöpfen zu können, bedarf es aber eines begleitenden Gesprächs mit Erwachsenen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kierkegaard und die Meerjungfrau
erzählt von Line Faden-Babin ... Ill. von Lucia Calfapietra
Diaphanes (2016)
Platon & Co.
63 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10