Wolfshügel

Er wächst verwahrlost unter miserablen Bedingungen mit seinen Geschwistern auf dem Wolfshügel auf. Seinen Namen "Duke" erfährt er erst nach der Vergewaltigung durch seinen Vater, die die Mutter filmt. In der Schule fallen seine Misshandlungen und Wolfshügel Verhaltensstörungen auf, so dass er zu Pflegeeltern kommt, die ihn gut behandeln, die er aber auch wieder verlässt. Er verliebt sich in die drogenabhängige Billy, schließt sich ihren Freunden an. Sie aber nimmt sich das Leben, er rächt ihren Tod an den Schuldigen. Beeindruckend ist die Suche nach einer unversehrten heilen Welt, für seine Geschwister und Billy. In seinem Rückblick sucht er nach den Gründen für sein nicht gelingendes Leben und sieht diese in einem seiner Meinung nach in ihm wohnenden Dämon vom Wolfshügel, der ihn nicht loslässt. Er beschäftigt sich mit der Lektüre der Bibel und den Schriften des Heiligen Augustinus und sucht auch das Gespräch mit einem Geistlichen, immer auf der Suche nach gelingendem Leben. Voller Schmerz schreibt er über seine verlorene Kindheit und Jugend, aber auch über Momente des Glücks und der Liebe. - Verfasst wurde das Buch von dem Journalisten und Gerichtsreporter Dimitri Bouron-Borie. Es erzählt in einer Art Rückblende, der Text ist in entsprechendem Schreibstil verfasst. Deshalb liest er sich nicht ganz einfach, da Kommata (und andere Satzzeihen) fehlen, wodurch der Text eine gewisse Authentizität bekommt. Ist man erst einmal in das Buch eingestiegen, lässt es den Leser nicht mehr los: Vor allem die Suche nach der Schuld in seiner Person bzw. den in ihm wohnenden Dämon und dem Umgang danach kann man sich kaum einziehen. Ein bedrückendes, aber auch beeindruckendes Buch!

Siegfried Heinemann

Siegfried Heinemann

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Wolfshügel

Wolfshügel

Dimitri Rouchon-Borie ; aus dem Französischen von Anne Thomas
Lenos Verlag (2023)

228 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 751802
ISBN 978-3-03925-026-4
9783039250264
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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