Frag den Hasen!
Der Hase kennt sein Umfeld ganz genau, das kommt allen zugute, die ihn um Hilfe bitten. Meist geht es um passende Unterkünfte, etwa einen Ort zum Kükengroßziehen für das japanische Zwergohreulenpaar oder einen Überwinterungsplatz für die Haselmaus,
den Bären, den Tanuki …, gerne auch mit passender ortsnaher Verpflegung. Man wundert sich über die "Hilflosigkeit" der Tiere, aber auch über das außerordentlich uneigennützige Verhalten des Hasen. Anders als in vielen ähnlichen Geschichten gibt es nicht den einen Zeitpunkt, an dem er im Gegenzug die Hilfe der Tiere erhält; er betreut die Tiere umsichtig und nachhaltig und ist einfach ein "guter Geist". Damit wird er fast zu einem mythischen Wesen – nicht zuletzt wird dem Hasen in der japanischen Mythologie Anmut, Güte und Intelligenz zugeschrieben. Was ihn auszeichnet, ist seine Fähigkeit, mit offenen Augen und offenem Herzen die Umwelt und ihre Bewohner wahrzunehmen, so ist er stets sowohl empathisch als auch kundig, er weiß genau, was sein Gegenüber braucht. Die Bilder dazu sind in zarten Farben weich akzentuiert und dennoch realitätsnah, sie haben eine freundliche, ruhige, fast zauberhafte Wirkung. – Gerne empfohlen für Kinder ab 3 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Frag den Hasen!
Text von Kumiko Moichi ; illustriert von Yumi Shimokawara ; deutsche Übersetzung von Patrizia van Daalen
minedition (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3