Weg mit den Schweinchen!
In seinem wohlgeordneten Leben hat sich der Wolf bestens eingerichtet. Jeder Tag folgt einem strengen Zeitplan. Eines Herbstmorgens wird seine Ruhe jäh durch ohrenbetäubenden Lärm gestört: Drei Schweinchen haben sich auf der benachbarten Lichtung
niedergelassen. Der Wolf ist entsetzt. Er setzt alles daran, die neuen Nachbarn loszuwerden. Er fletscht die Zähne, droht, spritzt mit Wasser. Die Schweinchen missverstehen seine wütenden Gesten als spaßige Spielchen. Am Ende geschieht Unerwartetes: Der Wolf lässt sich von der Liebenswürdigkeit der Schweinchen anstecken. Er erkennt, dass ein wenig Lärm, Unordnung und Spontaneität das Leben bereichert. – Diese modern erzählte Fabel ist eine liebevolle Geschichte über Toleranz und Akzeptanz. Die Konfrontation der beiden Welten führt zu einer berührenden Wendung: Der Wolf lernt, seine Vorurteile abzubauen und sich auf das Neue einzulassen. Die Figuren bieten Identifikationspotenzial und regen Kinder dazu an, über ihr eigenes Verhalten im Umgang mit anderen nachzudenken. Sie lernen, dass man Konflikte auch ohne Gewalt lösen kann und dass Freundschaft dort entsteht, wo man es vielleicht gar nicht erwartet. Bilderbücher leben vom Zusammenspiel von Text und Bild; dieses überzeugt mit farbenfrohen Illustrationen, die Emotionen und Handlungsschritte klar vermitteln. So werden auch jüngere Kinder und weniger geübte Leser*innen angesprochen. Unbedingt einstellen!
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Weg mit den Schweinchen!
eine Geschichte erzählt und illustriert von Rosalinde Bonnet ; deutsche Übersetzung von Igna Gantschev
minedition (2025)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3