Ein Foto, bitte!
Die kleine Emma macht sich auf in den Wald und möchte den großen roten Hirsch fotografieren, was noch keiner geschafft hat. Damit hofft sie, den Fotowettbewerb zu gewinnen. In ihrem genialen Versteck wartet sie, bis der rote Hirsch vorbeikommt. Aber
zunächst kommt das kleine Eichhörnchen, das wie wild im Versteck herumtollt. Dann hoppelt ein gefräßiger Hase aufs Dach und nagt es ganz frech an. Als Emma den Hasen vom Dach lockt, wird auch drinnen alles angenagt. Aber plötzlich hört man draußen ein Rascheln, ist das denn nun der große rote Hirsch? Nein, auch dieses Mal nicht. Es ist der Biber, der sich Äste vom Versteck klaut, und dann taucht auch noch der Dachs auf, der nur Unfug treibt. Nach und nach kommen noch Enten, Wiesel, Mäuse und noch einige weitere Waldbewohner dazu, die im Wald solch ein Getöse veranstalten, dass Emma schon gar nicht mehr daran glaubt, den großen roten Hirsch vor die Linse zu bekommen. Als es zu regnen anfängt, flüchten alle Tiere in Emmas Versteck und wärmen sich bei ihr auf. Da knackt es im Geäst – doch es ist der Wolf, der allen einen großen Schrecken einjagt. Als Emma einsieht, dass es nichts mehr wird mit dem Hirschporträt, fotografiert sie jedes Tier und sie legen sich zusammen schlafen. Als alle träumen, nähert sich der Hirsch, schaut durch die Kamera und „klick“ – Emma wird mit ihren tierischen Freunden vom Hirsch fotografiert und gewinnt mit diesem süßen Foto doch noch den Wettbewerb. – Manchmal kommt es eben anders, als man denkt; und das muss nichts Schlechtes sein. Rosalinde Bonnet hat ein farbgewaltiges Bilderbuch geschaffen, das mit seinen fröhlichen Figuren Vorlesende und Kinder gleichermaßen begeistern wird.
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ein Foto, bitte!
eine Geschichte erzählt und illustriert von Rosalinde Bonnet ; deutscher Text von Igna Gantschev
minedition (2025)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4