Die kleine Tänzerin

Die Mutter bemerkt es früh. Ihre kleine Jeanne hat ein besonderes Talent. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Paris zur Aufnahmeprüfung an der renommierten Ballettschule der Oper. Das Mädchen besteht und wird zu einer gelehrigen Ballerina. Die kleine Tänzerin Eines Tages spricht sie der Maler Edgar Degas während der Proben an und fragt, ob sie ihm für eine Skulptur Modell stehen wolle. Sie kommt jede Woche für ein paar Stunden und steht regungslos in seinem Atelier, die Hände hinter dem Rücken, den Blick nach oben. Schließlich der große Abend der Abschlussaufführung: Jeanne glänzt auf dem Parkett und zugleich als Degas' "Kleine Tänzerin", die sie unsterblich macht. – Diese Entstehungsgeschichte der weltberühmten Figur kann junge Ballettschülerinnen ermutigen, ihren Traum mit Hingabe zu verfolgen. Großformatige Illustrationen zeigen, wie aus der Entschlossenheit eines starken Mädchens Wirklichkeit wird. Besonders bemerkenswert ist die Perspektivführung: Der Betrachter/die Betrachterin bleibt nah bei Jeanne, erlebt Proben, Zweifel und kleine Triumphe. Didaktisch punktet das Buch doppelt: Es erzählt eine packende Karriere und vermittelt zugleich Kunst- und Kulturgeschichte. Der mehrseitige Sachteil mit Hintergrundinformationen und Fotos zur berühmten Bronze, zu Edgar Degas sowie einem Nachwort von Autorin und Illustrator bietet echten Mehrwert, ideal für neugierige Kinder, Eltern und Pädagog*innen. Rundum äußerst empfehlenswert.

Martina Mattes

Martina Mattes

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die kleine Tänzerin

Die kleine Tänzerin

Géraldine Elschner ; Illustrationen von Olivier Desvaux ; deutscher Text von Igna Gantschev [und einer weiteren]
minedition (2025)

[32] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 623879
ISBN 978-3-03-934081-1
9783039340811
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 5
Systematik: KK
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