Die perfekte Ordnung der Dinge
"Ich bereite mich darauf vor zu sterben. Ich strukturiere meine psychischen und emotionalen Erfahrungen, ich schaffe Ordnung". So skizziert der Ich-Erzähler David den Plot dieses neuen Romans des Filmkritikers und Journalisten David Gilmour. Der Protagonist
blickt darin auf sein Leben zurück und erzählt chronologisch von den Menschen, die ihm einst und z T. noch heute am Herzen lagen. Da ist Justin, der erste Freund aus dem College, der David von dem Zeitpunkt an hasste, als der ihm seine Freundin ausspannte. Auch Davids Bruder Dean ist durch seinen Eintritt in eine Sekte für David unerreichbar geworden. Andererseits gibt es auch Menschen, die geblieben sind: So hat er immer noch freundschaftlichen Kontakt zu den Müttern seiner inzwischen erwachsenen Kinder - und auch mit den Kindern versteht er sich gut, sodass David letztlich zu dem Schluss kommt, dass er das Privileg habe, trotz vieler Enttäuschungen glücklich geworden zu sein. Ein Buch über Liebe, Hass, Vergänglichkeit und Bestand, aber auch über die Weisheit eines alten Mannes, der zufrieden ist mit dem, was er erleben durfte und heute hat. Lesenswert. (Übers.: Adelheid Zöfel)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die perfekte Ordnung der Dinge
David Gilmour
S. Fischer (2011)
252 S.
fest geb.