Der Anfang von morgen

Carola und Didrik fliehen mit ihren drei Kindern aus dem Urlaub vor klimawandelbedingten Waldbränden in Schweden. Tausende sind auf der Flucht, Chaos bricht aus, Stockholm wird abgeriegelt. Die Katastrophensysteme erleben Überforderungen, Menschen Der Anfang von morgen überschreiten zivilisatorische Grenzen, greifen zur "Notwehr". Vor allem Jugendliche verstärken die Krise, um klimaschützende Maßnahmen einzufordern. Die aus der Perspektive von vier Betroffenen im Zeitraum von acht Tagen in zahlreichen, nicht immer zusammenpassenden Versatzstücken beschriebenen Überforderungen werden verstärkt durch das Zusammenbrechen der menschlichen Beziehungen der Betroffenen. Auf der Flucht wird die Familie vielfach getrennt - inkl. Lebensreflexionen. Am Ende fliegt man gemeinsam nach Thailand in einen nächsten Urlaub. - In seinem Erstling hat sich der gerade zum Thema Klimaveränderungen in Schweden bekannte Journalist Liljestrand zu viel vorgenommen. Die Bezüge passen (besonders im 2. und 3. Kapitel) nicht zusammen, das 3. Kapitel wäre besser eine eigene Geschichte, Fantasie und Realität wechseln immer wieder kaum nachvollziehbar, das Zusammenfinden und der Start nach Thailand erfolgen unmotiviert. - Der Roman (auch nach den Romanen von Maja Lunde) eignet sich als weiterer Climate Fiction Thriller für ausgebaute Bestände.

Rolf Pitsch

Rolf Pitsch

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Anfang von morgen

Der Anfang von morgen

Jens Liljestrand ; aus dem Schwedischen von Thorsten Alms und [drei weitere]
S. Fischer (2022)

540 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 750456
ISBN 978-3-10-397190-3
9783103971903
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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