Black cake
Die schon längst von der Mutter verlassene Covey soll die Spielschulden ihres Vaters damit begleichen, dass sie den Mafiaboss der Südseeinsel heiratet, auf der sie lebt. Als ihr Ehemann bei der Hochzeit tot umfällt, flüchtet Covey. Sie schwimmt
in eine Bucht, in der ihre Freundin sie mit dem Nötigsten versorgt, während die Polizei die Suche nach ihr einstellt. Unter anderem Namen gelangt Covey nach England, wo sie ihren Geliebten Gibbs wiederfinden will. In dem Büro, in dem sie arbeitet, wird sie von ihrem Chef vergewaltigt und wird schwanger. Das Kind gibt sie zur Adoption frei. Auch, als sie schon längst Gibbs gefunden, ihn geheiratet und zwei Kinder mit ihm hat, leidet Covey noch unter dem Verlust ihres ersten Kindes. Erst nach Coveys Tod erfahren ihre Kinder, dass sie eine Schwester haben. Die Spannung des Romans resultiert aus seiner mosaikartigen Dramaturgie, wobei die Autorin die personale und die Ich-Erzählform verwendet. Die vielen Vor- und Rückgriffe führen dazu, dass die Story vielschichtig aufbereitet wird, erfordern aber ein aufmerksames Lesen. Vor allem, dass die Figuren im Laufe der Handlung eine Entwicklung durchmachen, lässt sie glaubwürdig erscheinen.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Black cake
Charmaine Wilkerson ; aus dem amerikanischen Englisch von Britt Somann-Jung
FISCHER (2024)
446 Seiten
fest geb.