Lazarus man
2008, East Harlem, New York City: Ein fünfstöckiges Wohnhaus stürzt in sich zusammen. Die Straße ist voll Rauch und Qualm, Panik bricht aus. Was ist passiert? Ist es eine Gasexplosion? Oder ein weiterer Terroranschlag? Vor diesem Hintergrund nimmt
der Autor einige Personen in den Blick, beschreibt den Einfluss dieser Ereignisse auf die konkreten Lebensläufe und mit ihnen ein großes Panorama des Lebens in der Millionenstadt New York. – Prices Schreibstil ist hart, direkt und voller urbaner Atmosphäre. Die Dialoge wirken authentisch, die Charaktere sind komplex und ambivalent gezeichnet. Etwas Besonderes liegt in der Kunst des Autors, die Handlung von einem Erzählfaden zum nächsten springen zu lassen, ohne dass dabei Irritation oder gar Überdruss aufkommt. Für Büchereien mit literarisch anspruchsvollen Leser:innen ist dieses sicher eines der herausragenden Bücher im Lesefrühling 2026.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Lazarus man
Richard Price ; aus dem amerikanischen Englisch von Henning Ahrens
S. FISCHER (2026)
398 Seiten
fest geb.