Über die Grenzen
Nach dem Studium machen sich F. Horn und zwei Freunde auf die Reise mit dem Fahrrad von Wien Richtung Teheran. Schöne Erlebnisse, die Anstrengungen der Fahrt und auch Probleme begleiten sie auf ihrer Tour. Aber es ist auch der Sommer, der Europa mit
der Flucht zahlreicher Menschen aus den Kriegsgebieten in Nahost konfrontiert. Filip aus Syrien und Malek aus Afghanistan sind auf dem Weg nach Europa, um vor dem Tod und Leid in ihrer Heimat zu fliehen. In Österreich treffen sie später den Autor, der ihre Berichte dokumentiert. So finden sich (farblich abgesetzt) drei Berichte über die gegenläufigen Reisen, die dieselben Grenzen überquert (ab der Türkei über den Balkan) und in denselben Orten waren. Beeindruckend die Sachlichkeit, mit der die Fluchtgeschichten erzählt sind (auch bei einem Unfall im "Schlepper-LKW"), aber auch das Abenteuerliche der Radtour. Das gut lesbare, nicht ganz preiswerte Sachbuch, bringt die unterschiedlichen Erfahrungen auf den Punkt und sei ausgebauten Beständen gerne empfohlen.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Über die Grenzen
Franz Paul Horn
K&S (2019)
399 Seiten : Illustrationen (farbig), Karten
fest geb.