Ein Lied für Lorkie
Lorkie, seine Freunde und seine Familie sind Vögel, die in einer dichtbesiedelten Stadt umgeben von brausendem Straßenverkehr leben. Jeder Vogel hat sein Nest auf einem Dach und inmitten des Häusermeers gibt es auch genügend Stille für den Vogelgesang.
Aber Lorkie liebt den Straßenlärm und zieht auf eine Verkehrsinsel, wo er sich jedoch mit niemandem mehr verständigen kann. - Eine Geschichte über einen Vogel, der sich freiwillig dem Motorenlärm aussetzt - merkwürdig genug für Kleinkinder, zumal der Text vielleicht zu wortgetreu übersetzt wurde und im Deutschen wenig Melodie und Schönheit entwickelt. Entschädigt wird jeder Leser durch die herrlichen großen, farbenfrohen Bilder; Vögel, Häuser und Straßen sind stark stilisiert, aber in umso kräftigeren, warmen Farbtönen gehalten, sodass sie gern zum Betrachten und Nachspüren einladen werden. Einmal mehr zeigt sich die Tradition der Pop-Art mit ihrer plakativen Signalwirkung als Gewinn für die Kinderliteratur.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Ein Lied für Lorkie
Jennifer Castles. Ill. von Dean Bowen
Betz (2012)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4