Fast wie feine Leute
Als sich eines Tages ein Oberinspektor aus der Stadt ankündigt, der dem Lärm und dem Chaos im Wald den Kampf ansagen will, bekommen die Waldtiere einen gehörigen Schreck. Wie sollen sie bis zum Tag der Kontrolle gutes Benehmen lernen? Der Fuchs
hätte nichts dagegen, wenn alle Tiere im Wald feinere Manieren hätten. Doch die anderen und vor allem der Bär lieben ihre Freiheit und sehen es überhaupt nicht ein, die vom Fuchs sorgfältig erarbeiteten Regeln zu lernen. Aber lässt sich der Wald mit einer solchen Einstellung retten? Als dann am Ende dieser wunderbar chaotischen und ein wenig anarchischen Geschichte tatsächlich der vermeintliche Oberinspektor auftaucht, ist dann doch alles ganz anders. Am Schluss haben alle erkannt, dass feine Manieren allein nicht unbedingt ein gutes Miteinander garantieren. Wenn man beim Zusammenleben achtsam miteinander umgeht und freundlich bleibt, braucht man vielleicht gar keine strengen Benimmregeln. – Herrlich schräge Illustrationen und ein sehr lebendiger Text voller komischer Dialoge zeigen die sympathisch-chaotische Tiertruppe in vielen lustigen Szenen. Vorleser und kindliche Zuhörer werden jede Menge Spaß mit diesem wunderbar verrückten Bilderbuch haben.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Fast wie feine Leute
Katharina Grossmann-Hensel
annette betz (2025)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4