Der kleine Häwelmann
Der kleine Häwelmann (übers. Nervensäge) sitzt in seinem Rollbettchen und kann nicht schlafen. Seine Mutter liegt im Bett neben ihm und schläft tief. Auch durch seine Rufe wacht sie einfach nicht auf. Da bläst der kleine Junge sein Nachthemdchen
auf und schon bald fliegt er durch das Zimmer. Der Mond betrachtet das wilde Spiel des Häwelmanns und lässt ihn schließlich aus dem Fenster fliegen. Enttäuscht, dass in der Stadt alle schlafen, rollt der Junge mit seinem Bettchen in den Wald. Doch dort schlafen auch alle! Schon fliegt Häwelmann zu den Sternen, die vor Schreck vom Himmel fallen. Irgendwann ist auch für den gutmütigen Mond die Zeit gekommen, sich zu verabschieden. Plötzlich taucht die Sonne auf, die den kleinen Jungen aus dem Himmel vertreibt und ins Wasser wirft. Gut, dass der Ich-Erzähler und sein Kind den Jungen aus dem Wasser fischen. - Storm schrieb diese Geschichte 1849 für seinen kleinen Sohn. Tatjana Hauptmann bebilderte diesen Klassiker in neuer Ausgabe großflächig und sehr farbenfroh mit Aquarellstiften. So wird die Geschichte trotz der altertümlichen Sprache auch für Kinder von heute lebendig. Auch für Sammler sehr zu empfehlen!
Anna Heinzle
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der kleine Häwelmann
von Theodor Storm. Mit Bildern von Tatjana Hauptmann
Diogenes (2011)
35 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5