Ganz weit weg
Es ist mutig, sein gemütliches Zuhause zu verlassen, wenn man ganz allein durch das Weltall sausen muss! Ein kleiner Alien traut sich diese abenteuerliche Reise zu und ist neugierig genug, auch den Planeten Erde zu besuchen. Dabei wird das Tempo nicht
verringert, mit ungebremster Geschwindigkeit fliegt er durch die Luft, durchstößt die Meeresoberfläche, um am Boden des Ozeans gleich wieder in Richtung Heimat umzukehren. Denn hier handelt es sich um ein reversibles Buch, das von vorn nach hinten und vom Ende zum Anfang hin lesbar ist. Mit jeder neuen Lektüre wird dem kleinen Betrachter Neues zum Entdecken geboten: Sterne, Wolken, Städte und Fischschwärme und nicht zuletzt lässt sich auch die Flugbahn des Aliens mit dem Finger nachzeichnen. Dabei verschieben sich die Dimensionen, Großes wird klein, Kleines erscheint wie mit der Lupe vergrößert. Layout und Grafik dieser Bilder sind gekonnt durchkomponiert. Die peppigen Farben geben dem Auge kontrastreiche Signale und lenken die Geschichte. Auch die kurzen Reimwörter sorgen für Rhythmik und untermalen den Lesespaß. Gerne empfohlen!
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Ganz weit weg
von Frank Viva
Diogenes (2016)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4