Gute Nacht, lieber Mond

Dem kleinen Hasen geht es so wie vielen kleinen Kindern: er kann nicht einschlafen. Ein Ritual muss her und bei ihm ist es die Verabschiedung von allen Gegenständen in seinem Zimmer. Seine Mutter sitzt dabei strickend mit im Zimmer und es wird immer Gute Nacht, lieber Mond dunkler, bis der Hase endlich einschlafen kann. Sehr genau hat die Autorin dabei das Verhalten von Kleinkindern eingefangen, die auch den unwichtigsten Gegenständen "Gute Nacht" wünschen, sogar ein "Gute Nacht, gar niemand" kommt dabei vor. - Clement Hurd hat das 1947 erstmals erschienene Buch in satten Farben bebildert, die immer andere Zimmerausschnitte zeigen und andere Details hervorheben und stetig abgedunkelter werden, je weiter die Nacht voranschreitet und der Mond am Fenster vorbei wandert. Die verabschiedeten Gegenstände sind dagegen auf Einzelseiten in schwarz-weißen Zeichnungen zu sehen. Der sehr kurze, teilweise gereimte Text, von Patrick Süskind übersetzt, ist sehr zurückhaltend und lenkt junge Betrachter nicht von dem eigentlichen Ziel ab: die Angst vor dem Loslassen und der Nacht zu verlieren und beruhigt einzuschlafen. - Zeitlos schön und daher überall zu empfehlen!

Gabriele Güterbock-Rottkord

Gabriele Güterbock-Rottkord

rezensiert für den Borromäusverein.

Gute Nacht, lieber Mond

Gute Nacht, lieber Mond

von Margaret Wise Brown. Mit Bildern von Clement Hurd
Diogenes (2016)

[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 587803
ISBN 978-3-257-01186-9
9783257011869
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 2
Systematik: KK
Diesen Titel bei der ekz kaufen.