Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger
In der Landarbeitersiedlung Nahalal leben des Autors Großeltern: Aaron, eingewandert aus der Ukraine, und Tonia, seine zweite Ehefrau. Blumig und die verschiedenen Erzählweisen berücksichtigend, die in der Familie kursieren, erzählt Meir Shalev
von deren Heirat, von seinen Onkeln und Tanten und schließlich vom Racheakt des Onkels in Amerika, der dazu führt, Tonia einen amerikanischen "Sweeper" zu schicken. Da sie "ein Original und ein wenig eigenartig" war, weil sie ununterbrochen gegen den Staub und Dreck, der in die Wohnung drang, ankämpfte, wurde dieser Staubsauger nicht benutzt. Um diesen herum rankt der Autor die Familiengeschichten, die gleichzeitig einen Streifzug durch die Geschichte der sozialistischen Pioniere darstellen. Heiter, mit viel Humor, ohne jemanden ins Lächerliche zu ziehen, führt dieses Buch durch die Gründerzeit des frühen Israel. - Sehr empfehlenswert! (Übers.: Ruth Achlama)
Ruth Rosenberg
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger
Meir Shalev
Diogenes (2011)
281 S.
fest geb.