Kreuzfeuer
Thomas Forsyth hat sich mit seiner Mutter, der Rennstallbesitzerin, nie gut vertragen. Bereits als Siebzehnjähriger ging er daher zum Militär. Doch bei einem Afghanistan-Einsatz geriet er mit seiner Truppe in einen Hinterhalt der Taliban und wurde
schwer verwundet, sein rechter Fuß musste amputiert werden. Nach mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt kehrt er notgedrungen nach Hause zurück. Seine Mutter ist immer noch die unsensible, aufbrausende Frau, aber irgendwie auch über die Maßen zerstreut und verängstigt, was so gar nicht zu ihr passt. Bald findet Forsyth heraus, dass sie erpresst und bedroht wird. Sie hatte sich von einem Anlageberater ein ungesetzliches Steuermodell einreden lassen. Forsyth entschließt sich trotz der immer noch labilen Beziehung zu seiner Familie, seiner Mutter zu helfen, und er versucht herauszufinden, wer hinter den ganzen Aktionen steckt. Die Polizei will er wegen seiner Mutter heraushalten; dadurch gerät er allerdings in Lebensgefahr. - Dick Francis ist 2010 verstorben; dies ist sein letzter Roman, den er gemeinsam mit seinem Sohn Felix geschrieben hat. Auch diese Geschichte spielt im Pferderennsportmilieu, so wie die allermeisten seiner Romane. Und immer sind seine Bücher sehr kurzweilig und spannend, so auch diesmal. Auch für Leser, die sich für den Galoppsport eher weniger interessieren, ist es eine überaus empfehlenswerte Lektüre. Breit einsetzbar. (Übers.: Malte Krutzsch)
Erwin Wieser
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kreuzfeuer
Dick & Felix Francis
Diogenes (2012)
394 S.
fest geb.