Gleichung mit einer Unbekannten

Eric Muller ist ein Nerd. Sein Start-up hat er für 18 Millionen verkauft. Jetzt ist er Mitte 20 und hat kein Ziel mehr im Leben. Seine einzige große Leidenschaft neben Computer sind Frauen. Leider sind seine sozialen Kompetenzen nicht gerade berauschend, Gleichung mit einer Unbekannten und für gutaussehend hält ihn wohl nur seine Mutter. Doch dieses Mal läuft es anders, Maya ist anders. Sie interessiert sich wirklich für ihn, weder seine verkorkste Familie noch sein Faible für Computer und Videospiele schreckt sie ab. Wenn er ihr nur vertrauen könnte. Denn Maya, die starke, selbstbewusste Maya, ist von ihrem Vater sexuell missbraucht worden. Mayas Vater streitet aber alles ab. Seine Tochter habe das False-Memory-Syndrom, Freundinnen und Therapeuten hätten ihr alles eingeredet, so ist zumindest seine Meinung. Wem soll Eric glauben? - Ehrlich und ungeschminkt, mitleidserregend und auch traurig. Der Protagonist wollte sein ganzes Leben lang einfach dazugehören, kein Außenseiter sein. Mobbing, geschiedene Eltern, Geldprobleme, es war nie einfach für ihn, egal wie sehr er sich auch angestrengt hat. Auch sein plötzlicher Reichtum kann ihm dabei nicht helfen. Empfehlenswert für junge Erwachsene, die zwar keine Computergenies sein müssen, aber zumindest die gleichen Vorlieben wie die Hauptperson haben sollten. (Übers.: Anna-Nina Kroll)

Verena Aignesberger

Verena Aignesberger

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Gleichung mit einer Unbekannten

Gleichung mit einer Unbekannten

Gabriel Roth
Diogenes (2013)

321 S.
kt.

MedienNr.: 385621
ISBN 978-3-257-30022-2
9783257300222
ca. 14,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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