Mathildas Monster
Mathilda fühlt sich ausgegrenzt, alle haben bereits ihr Monster gefunden oder besser sind von ihrem Monster gefunden worden, nur sie geht immer noch allein durchs Leben. Alle sagen ihr, dass sie sich gedulden soll, schließlich suchen die Monster
sich selbst einen Mensch aus. Zuerst ist sie geduldig und wartet auf ihr Monster, dann begibt sie sich auf die Suche. Bei jeder Gelegenheit im Alltag erwartet sie es, doch es taucht nicht auf. Nachdem sie es mit nett sein und auch mit wütend sein probiert hat, ist ihr klar, etwas stimmt nicht. Sie pfeift auf die Regeln und macht sich auf die Suche nach ihrem Monster. Mathilda findet und rettet ihr Monster, das sich in einem Baum verfangen hatte. So haben sich Mathilda und ihr Monster gegenseitig gefunden. - Die Geschichte wird durch stimmungsvolle Illustrationen von Matt Phelan ergänzt, so dass die Monster mehr knuffig als gruselig aussehen. Dies unterstreicht auch die eher leisen Töne der Geschichte, dass es gut sein kann, Konventionen zu hinterfragen. Und dass jeder ein Monster gebrauchen kann - denn dann ist man weniger allein! - Für alle Bilderbuchbestände zu empfehlen.
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.
Mathildas Monster
Michelle Knudsen. Bilder: Matt Phelan
Orell Füssli (2016)
[20] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3