Poker mit Pandora
Der spanische Autor Óscar Urra beginnt mit seinem Debüt-Roman "Poker mit Pandora" eine neue Detektivreihe um den spielsüchtigen Julio Cabria, der in Madrid seinen Beruf ausübt. Statt in seiner verzweifelten Lage Selbstmord zu begehen (er hat sein
ganzes Vermögen beim Poker verspielt), nimmt er den Auftrag an, die junge Italienerin Pandora zu suchen. Zusammen mit dem vom vorzeitig erzwungenen Ruhestand bedrohten Polizisten Gregorio Melendez macht er sich auf den Weg in anrüchige Viertel der Kleinganoven, Spitzel und einfachen Leute. - Óscar Urra arbeitet geschickt mit den üblichen Krimiklischees, die er in ironisch-humorvoller Art benutzt, um eine spannende Geschichte zu konstruieren. Nach vielen Kaffees, Zigaretten und Schießereien entpuppt sich die gesuchte Pandora schließlich als gefährlicher Computer-Virus der Mafia, der von revolutionären Weltverbesserern zum Umsturz benutzt werden soll - was Julio Cabria natürlich verhindert. Nach vielen skandinavischen gesellschaftskritischen Krimis eine erfrischende neue Reihe. Allen Büchereien sehr empfohlen. (Übers.: Peter Kultzen)
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Poker mit Pandora
Óscar Urra
Unionsverl. (2011)
metro
204 S.
kt.