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Die georgische Autorin Tamta Melaschwili setzt sich mit dem Krieg in ihrer Heimat auseinander (die namentlich jedoch nicht genannt wird), indem sie die gewalttätigen brutalen Ereignisse aus dem Blickwinkel zweier dreizehnjähriger Mädchen erzählt,
die sich zwischen den Fronten bewegen. Zknapi (aus deren Sicht berichtet wird) und Ninzo erleben den Kriegsalltag in einer beinah entvölkerten Welt - die Männer sind im Krieg -, die von den Alten beherrscht wird. Nicht begrabene gegnerische Leichen, Drogenschmuggel in Pilzkörben, die erste Zigarette, Nachrichten von gefallenen Angehörigen, Sorgen um die Familie - Bilder, die dem Leser die Brutalität und Banalität der Gewalt beeindruckend vor Augen führen. Kurze, bewusst knapp gehaltene Sätze, die beinahe gehetzt Atemlosigkeit und Sprachlosigkeit in diesen Zeiten zum Ausdruck bringen, prägen den Stil der Autorin. Für alle Büchereien, die aktueller Literatur gegenüber aufgeschlossen sind, empfohlen. (Übers.: Natia Mikeladse-Bachsoliani)
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
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Tamta Melaschwili
Unionsverl. (2012)
111 S.
fest geb.