Betibú

In "La Maravillosa", einem Stadtteil der argentinischen Metropole Buenos Aires, wird der prominente Unternehmer Chazarreta tot aufgefunden, mit durchschnittener Kehle und einem blutigen Messer in der Hand. Was zunächst aussieht wie Selbstmord, ist Betibú aber wohl keiner. Denn im selben Haus wurde drei Jahre vorher Chazarretas Ehefrau ermordet. Die Tageszeitung "El Tribuno" will daraus eine reißerische Story machen und schickt Nurit Iscar, eine derzeit nicht gerade erfolgsverwöhnte Schriftstellerin, und einen unerfahrenen jungen Polizeireporter zum Tatort. Beide machen sich ans Werk, die Hintergründe aufzuklären. Doch der Fall macht ungeahnte Schwierigkeiten, zumal ihnen der Vorgänger des Reporters, Jaime Brena, ständig ins Handwerk pfuscht, der noch dazu ein Auge auf die hübsche Nurit geworfen hat. - Claudia Pineiro ist die derzeit wohl erfolgreichste argentinische Schriftstellerin, die nicht nur Bestseller schreibt, sondern auch von der Kritik hochgelobt und prämiert wird. Ihr neuester Roman ist nicht nur ein Krimi, Pineiro stellt hier auch die korrupten Machenschaften in den Medien und der Politik bloß. Ein Buch mit einer fesselnden Story, das sich nicht nur spannend liest, sondern auch kritisch die soziale Realität der modernen argentinischen Gesellschaft widerspiegelt. Das ist gute Unterhaltung auf hohem Niveau für Leser, die mehr wollen als nur eine spannende Bettlektüre. (Übers.: Peter Kultzen)

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Betibú

Betibú

Claudia Piñeiro
Unionsverl. (2013)

343 S.
fest geb.

MedienNr.: 378583
ISBN 978-3-293-00453-5
9783293004535
ca. 21,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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