Katzenkrieg

Es treten auf: die nationalistisch gesinnte Falange, der erzkonservative Hochadel, Kommunisten, Faschisten, die hohe spanische Generalität (Franco), verschiedene spanische und ausländische Geheimdienste und die spanischen Staatsorgane, die sich in Katzenkrieg einem "Katzenkrieg" um die traurigen Überreste der zweiten spanischen Republik (1931-36) balgen. Und mittendrin agiert der attraktive, überaus kultivierte, allerdings auch etwas naive, natürlich britisch-demokratisch gesinnte Kunsthistoriker Anthony Whitelands, der nach Madrid gelockt worden ist, um einen bisher angeblich unentdeckten Velásquez zu begutachten und dabei zu helfen, das Bild außer Landes zu schaffen. Durch alle Gefahren und Nachstellungen tappt er wie ein tumber Tor, wobei ihm die Herzen verschiedener Frauen selbstverständlich zufliegen. Am Vorabend des faschistischen Generals-Putsches verlässt er den Schauplatz unverrichteter Dinge wieder. - Wenn dieser manchmal mit einem ironischen Unterton versehene, aber überaus fesselnd erzählte Roman beim spanischen Publikum großen Anklang gefunden hat (u.a. Premio Planeta), dann deshalb, weil es dem Autor in bewundernswerter Souveränität gelingt, eine turbulente Liebesgeschichte in einen spannenden Politthriller zu implementieren und das Romangeschehen mit einer realistisch-präzisen Darstellung der dramatischen historischen Zeitumstände zu verknüpfen. Für historisch (auch kunsthistorisch) interessierte Liebhaber gehobener Unterhaltungsliteratur sehr zu empfehlen. (Übers.: Peter Schwaar)

Katzenkrieg

Katzenkrieg

Eduardo Mendoza
Nagel & Kimche (2012)

411 S.
fest geb.

MedienNr.: 364340
ISBN 978-3-312-00543-7
9783312005437
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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