Wie die Zeit vergeht
Nachdem der stolze Luxusdampfer in die Jahre gekommen ist, wird er noch als Frachter und später zur Fischerei genutzt. Schließlich ist er zu nichts mehr zu gebrauchen und verrottet. Für verarmte Familien, die ihr Obdach verlieren, kann das Schiff
aber zu einem neuen Zuhause werden: die Menschen setzen es wieder in Stand, sodass es schließlich als Wohnort für sie zu neuem Leben erweckt wird. "Wie die Zeit vergeht" wird in zwei Kapiteln des Niedergangs beschrieben; das 3. Kapitel "Der Aufbruch" setzt dieser Abwärtsspirale eine findige Idee und viel Tatkraft entgegen. - In knappen Sätzen wird diese Wirtschafts- und Exilgeschichte erzählt, an Hand derer man schon jungen Lesern die aktuelle politische Lage erklären kann. Dass die Lösungen von Problemen häufig in unkonventionellen Ideen liegen, wird hier plausibel vorgeführt. Zum Träger dieser Parabel mag man auch die großen, in schönen Farben leuchtenden Aquarelle zählen, die den Wimmelbuch-Stil mit wilden, abstrakten Landschaftspartien verbinden. Beim Betrachten dieser Bilder kann viel erzählt werden, hier kann man auf dieses Buch als Impulsgeber vertrauen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie die Zeit vergeht
José Sanabria
NordSüd (2016)
[20] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5