Herr Grau & Frieda Fröhlich
Der berühmte Professor Ernst Grau braucht viel Ruhe, denn er hat Tag für Tag nichts als Ziffern und Zahlen im Kopf. Um ihn herum ist alles grau: Sein Auto, sein Haus, sein Büro, seine Kleidung, ja, sogar seine Gedanken und sein kleines Hündchen
Tuffa. Selbst der Kanarienvogel Pong ist allmählich grau und still geworden. Neben Herrn Grau wohnt Frieda Fröhlich, die alles andere ist als grau. Ihr Leben ist kunterbunt. Wenn sie in ihrem Garten arbeitet, trällert sie fröhlich vor sich hin. Mittags, wenn es heiß ist, geht sie in ihr Dachstübchen und malt. Dabei entsteht ein kleines, gelbes Vögelchen, das auf einem Ast sitzt und plötzlich lebendig wird. Es hebt seine Flügel, fängt an zu singen und fliegt zum Fenster hinaus – direkt ins Fenster von Herrn Grau. Der fühlt sich gestört, will hinaus, öffnet die Tür und – da steht Frieda Fröhlich vor ihm. Als sie ihn mit ihren schönen graublauen Augen ansieht, ist es um ihn geschehen. Augenblicklich vergisst er seinen Ärger und lädt sie zum Tee ein. Sie bleiben zusammen und so ist es nicht verwunderlich, dass auch seine Welt ein bisschen bunter wird. Eine fröhliche, berührende Geschichte, zart und liebevoll illustriert. Empfehlenswert.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Herr Grau & Frieda Fröhlich
Binette Schroeder
NordSüd (2021)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5