Anton und der Gargoyle
Die Geschichte wird ausschließlich durch Bilder erzählt. In einem Haus auf dem Land lebt eine Familie. Der Junge – seinen Namen erfahren wir nur durch den Titel des Buches – hütet einen grauen Stein neben seinem Bett. Eines Tages schlüpft aus
dem Stein ein außergewöhnliches Wesen. Der Junge und das niedliche Tierchen freunden sich an und verbringen viel Zeit miteinander. Eines Tages erhält die Familie einen Brief, dass die Großmutter in Paris im Krankenhaus liegt. Also machen sie sich auf den Weg und Anton nimmt sein Wesen im Rucksack mit. Nach dem Besuch bei der Großmutter besichtigt die Familie die Kathedrale Notre Dame – und auf dem Dachgesims finden sie die vielen großen steinernen Wächter, die Gargoyles. Anton lässt sein Wesen frei und es berührt eine Statue, die zum Leben erwacht, und ihr Kind zärtlich in die Arme schließt … Das außergewöhnliche Bilderbuch erzählt eine sensible, zauberhafte Geschichte über die Reise zur eigenen Bestimmung und das Loslassenkönnen. Die Bilder sind übersichtlich, in gedeckten Farben gehalten und vermitteln einen imposanten Eindruck von Paris und seiner Architektur. Ein schönes und nicht ganz alltägliches Bilderbuch, das besonders kleine und große Frankreich-Fans in seinen Bann ziehen wird. Gerne empfohlen.
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Anton und der Gargoyle
Jo Ellen Bogart ; illustrations: Maja Kastelic
NordSüd (2023)
[56] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4