Fuchsmädchen
Die Ermittlerinnen Sanna und Eir arbeiten hier in ihrem ersten gemeinsamen Fall, und der geht beiden auf verschiedene Weise bis ins Mark. Ein junges Mädchen nimmt sich in einem Steinbruch offenbar das Leben, bei sich eine Maske in Gestalt eines Fuchses.
Als ein weiteres Opfer in Verbindung mit einer solchen Maske gebracht wird, vermutet man eine Serie. Sanna und Eir graben tief in der Vergangenheit und kommen schließlich einem Geflecht von Abhängigkeiten und Missbrauch auf die Spur. - "Och nö - nicht schon wieder Missbrauch!", kann man die Leser/-innen dieser Rezension fast schon beim Schreiben derselben seufzen hören. Trotzdem ist dieser Debütroman absolut lesenswert, denn er bietet düstere Stimmung, verzweigte Handlung, einige falsche Fährten und einen guten Spannungsaufbau. Mehr kann man von einem Thriller kaum erwarten - doch, etwas schon: einen weiteren solchen Thriller (und der ist bereits für das Frühjahr 2023 angekündigt).
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Fuchsmädchen
Maria Grund ; aus dem Schwedischen von Sabine Thiele
Penguin Verlag (2022)
414 Seiten
kt.