Die Geheimnisse von Rosewell Castle
Isabel ist mit Leidenschaft Köchin, doch mit ihrem Chef hat sie nur Ärger. Sie kündigt, gleichzeitig macht ihr Freund per SMS mit ihr Schluss. Am Boden zerstört, bewirbt sie sich an einer Butler-Schule, um sich zur Butleresse ausbilden zu lassen,
und gibt ihr ganzes Erspartes dafür aus. Einer der Mitschüler, Garrett, trifft sie gleich mitten ins Herz. Garrett kommt aus einer Familie, deren Männer allesamt Butler waren und kennt sich sehr gut aus. Er gibt ihr Tipps und schnell gehören sie beide zu den Klassenbesten. Doch Isabell empfindet mehr für Garret als Freundschaft, aber bei ihm ist sie sich nicht so sicher. Plötzlich verschwindet er. Zwischenzeitlich hat sie in der Bibliothek das Porträt einer Frau entdeckt, die in den 20er-Jahren hier ebenfalls Schülerin war: Giselle Farnsworth. Diese Frau sieht ihrer verstorbenen Großmutter zum Verwechseln ähnlich. Wer war diese Frau? Spontan nimmt Isabell Giselles persönliche Aufzeichnungen an sich. Ihre Großmutter war ein Einzelkind, aber warum sieht sie ihr so ähnlich? Eine verschollene Schwester? – Der Roman entführt die Lesenden in die Welt des britischen Hochadels. Man erfährt so einiges über die Butler und was für ein schwerer Job das ist. Zwischendurch gibt es Kapitel aus Giselles Sicht aus dem Jahr 1929. So erfährt man in zwei Zeitebenen das Geheimnis um Giselle und was es mit Isabel zu tun hat. Das Buch ist so spannend geschrieben, dass man es nicht aus der Hand legen kann und endet mit einem Cliffhanger, der neugierig auf den 2. Band macht. Für alle Büchereien sehr zu empfehlen, vor allem für Corina Bomann Fans.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Geheimnisse von Rosewell Castle
Corina Bomann
Penguin Verlag (2026)
573 Seiten
kt.