Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
Die Legende der Vier, ein Portal zwischen Menschen- und Feenwelt, öffnet sich seit 444 Feenjahre jedes Jahr am vierten Tag des vierten Monats und erfüllt vier Menschen vier Wünsche. Akribisch plant Emma diesen Augenblick, an dem sich das magische
Portal zum letzten Mal öffnen wird und sie ihre Wünsche vom Wunschbaum erfüllt bekommt. Drei ihrer Wünsche betreffen die eigene Sichtbarkeit, Anerkennung und Selbstbewusstsein. So wünscht sie sich mehr Chic im Aussehen, will zur Schülervertreterin gewählt werden und mit stärkerem Selbstbewusstsein Herausforderungen meistern. Der vierte Wunsch ist ihrer Mutter gewidmet, die sich glücklich verlieben soll. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Kennedy und Allie ist alles genaustens vorbereitet. Doch im entscheidenden Augenblick kickt ein Stein Emmas goldene Wunschbox am Loch vorbei. Offensichtlich glaubt ihr Bruder Noah doch an die Wunscherfüllung, warum sonst sollte er mit dem neuen Mitschüler Jackson die Zeremonie stören. Die Wünsche der Freundinnen gehen in Erfüllung, aber die wunscherfüllende Obrigkeit leitet Emmas Wünsche an Jackson. Das klingt kompliziert, wird aber mit sehr viel Witz erzählt. Verwechslungen und Irrungen wie in bester Shakespeare-Art treiben das Tempo dieses Romans voran. Wie die Wunscherfüllung an Jackson vollzogen wird, ist ein großer Spaß. Er windet sich unter den plötzlichen Veränderungen. Emma und Jackson versuchen gemeinsam, die Wunscherfüllung rückgängig zu machen. Wie sich die beiden im Verlauf der Handlung verändern, wird mit viel Situationskomik und zündenden Dialogen erzählt. Eine tiefgründige und lockerleichte Geschichte über Freundschaft, erste Liebe und Selbstakzeptanz.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Sommer, in dem mir meine Wünsche weggeschnappt wurden
Lynn Painter ; aus dem amerikanischen Englisch von Michelle Landau
Penguin JUNIOR (2026)
310 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10