Die Stille im Bauch des Wals
Emmas Welt ist laut. Zu laut. Sei es im Kindergarten, auf der Straße oder in ihrem Zuhause: Immer ist da Lärm. Und Emma sehnt sich nach Ruhe. In einem Buch liest sie, dass ein Wal so groß ist, dass ihr Vater in dessen Herzen stehen könnte. Das
Mädchen fasst einen Entschluss: Sie baut ein Boot und segelt geradewegs in das Maul eines Wals. In dessen Bauch richtet sie es sich gemütlich ein und genießt die Ruhe. Doch die wird eines Tages gestört, als ein lebhafter Junge versehentlich vom Wal verschluckt wird. All seine Versuche, mit Emma zu spielen, blitzen ab. Als sie beginnt, ihm vorzulesen und Geschichten zu erzählen, wird er ganz ruhig. Auf seine Frage, warum sie sich im Wal versteckt, antwortet Emma, dass sie sich nur in der Stille selber hören könne. Da hat der Junge eine Idee: Er holt sie zurück zu den anderen Kindern, Emma beginnt, ihnen vorzulesen und so findet sie ihren Platz in der Gemeinschaft. – Ein sehr schönes und ebenso ansprechend wie detailreich illustriertes Buch für alle Kinder: Über den Mut, den eigenen Weg zu finden und seine Gefühle auszudrücken, aber auch über Rücksichtnahme und Freundschaft. Überall einsetzbar.
Dorothee Rensen
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Stille im Bauch des Wals
Xin Li ; aus dem Englischen von Knut Krüger
Penguin JUNIOR (2026)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4