Trotzdem zuhause

Tupoka Odette ist die Tochter einer Mathematikstudentin aus Gera und eines Studenten der Landwirtschaft aus Tansania. Sie wächst in der DDR mit dem staatlich reglementierten sozialistischen Erziehungsprogramm auf. Die Beziehung ihrer Eltern zerbricht, Trotzdem zuhause als der Vater nach Tansania zurückkehren muss. Tupoka lernt früh, sich anzupassen, um nicht aufzufallen. Umso unverständlicher ist für sie die Erfahrung, von manchen Menschen abgelehnt, beschimpft und verletzt zu werden. Sie gibt sich die Schuld für Ausschluss und Gewalt, verachtet sich selbst und hasst ihren Körper. Als sie acht ist, gelingt ihrer Mutter das Unmögliche: Sie darf mit ihrer Tochter auswandern. In Westberlin, wo die beiden bei Freunden unterkommen, ist Tupoka die "Ausländerin" im doppelten Sinne: schwarz und DDR-Flüchtling. Als Gymnasiastin entdeckt die Heranwachsende die Welt der Musik für sich und sieht darin ihr Lebenselixier. Früh geht sie eine toxische Beziehung ein, die Narben hinterlässt, doch Tupoka kämpft und findet ihre Bestimmung als "Brückenmensch" mit dem Ziel, zu verbinden und zu vereinen. – Die packende autobiografische Erzählung wird für alle Bestände gern empfohlen.

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Trotzdem zuhause

Trotzdem zuhause

Tupoka Ogette
Penguin Verlag (2026)

250 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624403
ISBN 978-3-328-60449-5
9783328604495
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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