Malacarne

Nachdem die 13-jährige Maddalena 1936 ihre beste Freundin Francesca vor Tiziano, der schon ihre Schwester vergewaltigt hatte, rettet und ihn tötet, kommt sie als Mörderin in eine Nervenheilanstalt. Erst vier Jahre später entdeckt die Ich-Erzählerin Malacarne Francesca, dass ihr Vater ihre vielen Briefe an Maddalena aus Angst vor den Faschisten einbehalten hat. Erzürnt verlässt Francesca ihr Elternhaus und flüchtet zu ihrem Freund Noé. Obwohl sie Maddalena liebt, heiratet sie Noé, um nicht vom eigenen Vater angezeigt zu werden. Ein in Maddalena verliebter Mitläufer sorgt für deren Entlassung. Ihre Rechte erkämpfen sich die beiden Frauen, indem Francesca sich einer Widerstandsgruppe anschließt, während die von Männern sehr begehrte Maddalena sich mit einem hochrangigen Faschisten einlässt, um dessen Macht für ihre feministischen und antifaschistischen Zwecke zu nutzen. – „Malacarne“ ist die Fortsetzung von „Malnata“ (BP/mp 24/755). Am Beispiel der beiden sensibel gezeichneten Protagonistinnen und deren Umfeld stellt Salvioni Italiens soziales und politisches Gefüge während des Zweiten Weltkriegs realistisch dar, in dem brutale Faschisten ebenso agieren wie mutige Widerständskämpfer:innen.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Malacarne

Malacarne

Beatrice Salvioni ; aus dem Italienischen von Anja Nattefort
Penguin Verlag (2026)

508 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624406
ISBN 978-3-328-60461-7
9783328604617
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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