Die Schönheit des Fallens
Mit elegant gewählten Worten verwebt Claudia de Rham hier die Nacherzählung ihrer Lebensgeschichte mit dem Forschungsstand im Bereich der Gravitation. Zwar verbindet sie die beiden Teile sehr geschickt, dennoch entsteht für Laien kein angenehmer
Lesefluss. Die Autorin gibt sich zwar größte Mühe, das komplexe Thema Gravitation möglichst einfach zu beschreiben und zieht hierfür auch viele Metaphern heran, dennoch ist es zeitweise schwer, ihr zu folgen. Dagegen ist die Nacherzählung ihrer Lebensgeschichte sehr spannend und würde auch für sich genommen eine interessante Erzählung bilden. Die Divergenz der beiden Themengebiete stört den Lesefluss und mindert die Freude beim Lesen deutlich. Das Buch lässt sich demnach nur für Personen, die mit physikalischen Themen, insbesondere der Quanten- und Astrophysik, vertraut sind, empfehlen und dürfte für diese ein Highlight darstellen. Andere Leser werden an dem brillant und eloquent geschriebenen Buch leider etwas weniger Freude haben, was keinesfalls die Schuld der Autorin ist, sondern in der Komplexität des Themas Gravitation begründet liegt.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Schönheit des Fallens
Claudia de Rham ; aus dem Englischen von Hainer Kober
aufbau (2024)
269 Seiten : Illustrationen
fest geb.