Schwesterherz
Lilly Kleeberg teilt ihren beiden Schwestern, den Zwillingen Charlotte und Luise per E-Mail mit, dass sie heiraten wird, und bittet die Zwillinge, ihr die Hochzeit auszurichten. Charlotte und Luise sind seit Längerem zerstritten, weil Charlotte nicht
in Luises Namen zu einem Vorstellungsgespräch gegangen ist und Luise dadurch berufliche Nachteile in Kauf nehmen musste. Nun aber beginnen die beiden, sich einander wieder anzunähern und bleiben in regelmäßigem Kontakt. So prallen in den Mails die sehr unterschiedlichen Charaktere aufeinander. Da ist auf der einen Seite die erfolgreiche Anwältin Charlotte, die mit der Doppelbelastung von Familie und Beruf zurechtzukommen versucht und mit ihrer abgekühlten Beziehung zu ihrem Ehemann hadert. Auf der anderen Seite befindet sich die chaotische Künstlerin Luise, die unglücklich liiert ist. In flottem Tempo entwickeln sich, begleitet von allerlei Komplikationen, alte und neue Beziehungen und auch beruflich erleben die Zwillingsschwestern spannende Veränderungen und Erfolge. Ein kurzweiliger, nur über E-Mails erzählter Roman über Geschwisterrivalitäten, Familienzusammenhalt, über die Liebe und die Kunst, den Alltag zu meistern, der vor allem junge weibliche Leser ansprechen wird.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwesterherz
Anna Licht
Rütten & Loening (2012)
256 S.
fest geb.