An der Seite van Goghs
Nach einem Kuss mit ihrem Kollegen verliert Johanna Bongert 1888 ihre Stelle als Lehrerin im Utrechter Mädchenpensionat. Sie zieht zu ihrem Bruder nach Paris, wo sie den Kunsthändler Theo van Gogh kennenlernt. Beide verlieben sich ineinander. Theos
Bruder, der Maler Vincent van Gogh, versucht, Johanna seinem Bruder auszuspannen, dennoch heiraten Theo und Johanna und bekommen einen Sohn. Obwohl Theo seinen Bruder innig liebt und ihn in allem unterstützt, leidet die junge Familie unter Vincents unberechenbaren Handlungen, die mit seiner Syphilis und Schwermut einhergehen und ihn schließlich den Freitod wählen lassen. Auch Theo stirbt kurze Zeit nach Vincent. Doch erst Johanna gelingt es, Vincent van Gogh weltberühmt zu machen. Cauchi entwirft eine spannende Geschichte um van Goghs engagierte Schwägerin, deren Name heute kaum bekannt ist. Ihre Protagonistin skizziert Cauchi in Anlehnung an verschiedene Quellen (Tagebücher und Briefe). Die Kapitelüberschriften des Buches lehnen sich an Gemälde van Goghs an. Der Wechsel zwischen Ich-Erzählung, Briefen und Tagebucheintragungen, aber auch das turbulente Familienleben der van Goghs sorgen für die Spannung des Romans.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
An der Seite van Goghs
Caroline Cauchi
HarperCollins (2023)
525 Seiten
kt.