Mut tut gut

"Elternsein ist eine Frage der Lebensart – individuell wie kulturell", behauptet das Autorenteam und sieht für die Kultur des Aufwachsens in Deutschland einen dringenden Veränderungsbedarf. Sie sei nämlich so beschaffen, dass die ungünstigen Mut tut gut Folgen für Kinder, Eltern und Gesellschaft überwiegen und der erregte öffentliche Diskurs die negativen Folgen noch bestärkt. Heutige Eltern fühlen sich einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt. Doch nicht Perfektion, sondern Neugier, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und emotionale Intelligenz sind entscheidende Faktoren für die kindliche Entwicklung und unser künftiges gesellschaftliches Zusammenleben. Das Buch beschäftigt sich mit der Familie als fluidem kulturellen Konstrukt, der gesellschaftlichen Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur, mit den Herausforderungen des Familienalltags und den Angeboten der Befähigungs- und Versorgungsindustrie. Das Fazit: Mut tut gut – für Eltern wie für Kinder. Vertrauen in die kindlichen Kompetenzen, weniger Kontrolle und mehr Gelassenheit im Erziehungsalltag: Damit kann Elternsein wieder unkomplizierter und freudvoller werden. Das fundierte Sachbuch, das zur Auseinandersetzung anregen möchte, wird für größere Bestände gerne empfohlen.

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Mut tut gut

Mut tut gut

Norbert F. Schneider & Maria M. Bellinger
HarperCollins (2025)

270 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624164
ISBN 978-3-365-00948-2
9783365009482
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä
Diesen Titel bei der ekz kaufen.