Feeding the machine
Aktuell arbeiten viele globale High-Tech-Konzerne an der Weiterentwicklung der KI (Künstliche Intelligenz). Die Spannweite der Meinungen dazu reicht von uneingeschränkter Befürwortung bis strikter Ablehnung dieser Technik. Dabei sind wir schon vielfältig
betroffen, weil KI längst in Form von ChatGPT oder als Begleiter in vielen Anwendungen in unseren Alltag eingezogen ist. In der Diskussion geht weitgehend unter, dass die KI-Systeme von Menschen in Ländern mit geringer Entlohnung (z.B. in Uganda und Kenia) unter teils katastrophalen Arbeitsbedingungen „gefüttert“ werden. Ohne sie könnte KI nicht trainiert werden. Am Beispiel von sieben Funktionen beschreiben die Autoren, die am Oxford Internet Institute forschen und Teil der Organisation „Fairwork for AI“ sind, die Arbeit und die Ausbeutung dieser Menschen. Die Darstellung der Autoren beruht auf 200 Interviews mit den Menschen, die unsichtbar, aber unverzichtbar durch ihre Arbeit dazu beitragen, dass KI möglich wird. Das aufklärende Sachbuch hinterlässt einen ganz anderen Eindruck der „Segnungen“ dieser Technologie und sei allen empfohlen, die KI nutzen und mit ihr arbeiten (müssen). In größeren Büchereien einsetzbar.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Feeding the machine
James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant ; aus dem Englischen übersetzt von Stephan Pauli
HarperCollins (2025)
318 Seiten
fest geb.
Auszeichnung: Sachbuch des Monats