Shark Heart
Wren und Lewis, zwei Mittdreißiger, sind seit einem Jahr glücklich verheiratet. Wren, die Finanzexpertin, ist rational, pragmatisch und effizient. Ihr Mann Lewis ist der künstlerisch veranlagte, verträumte und spontane Typ. Nach einer gescheiterten
Schauspielkarriere findet er einen Job als Leiter der Theaterkurse an einer Highschool in Dallas, Texas. Es ist eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Beruflich und privat läuft es bestens, bis beunruhigende körperliche Veränderungen ihn zum Arzt führen. Dieser diagnostiziert eine Mutation zu einem Carchorodon carcharias: Lewis wird sich nach und nach in einen weißen Hai verwandeln. Zuerst betrachtet er die Mutation nicht als Krankheit, sondern als eine Verwandlung, als ein Bühnengeschehen. Er ist voller Ideen, ja sogar euphorisch. Doch dann schrumpft seine Knochenmasse, er ist auf den Rollstuhl angewiesen. Der Verlust der Selbstkontrolle macht ihn aggressiv und unberechenbar. Zusammen mit seiner Frau muss er das Undenkbare erfassen und verarbeiten. – Das auf den ersten Blick skurrile Thema entwickelt sich zu einer tiefgründigen Geschichte über Veränderungen und Verwandlungen, über das Verlassenwerden und über die Magie der Liebe.
Gertrud Plennert
rezensiert für den Borromäusverein.
Shark Heart
Emily Habeck ; aus dem amerikanischen Englisch von Edith Beleites
HarperCollins (2025)
334 Seiten
fest geb.