Das White Octopus Hotel

Die 27-jährige Eve Shaw arbeitet als Kunstgutachterin in Stanley’s Auktionshaus in London, als sie eines Tages von einem merkwürdigen Kunden vom rätselhaften Schweizer „White Octopus Hotel“ erfährt und er ihr einen kleinen Oktopus sowie einen Das White Octopus Hotel Zimmerschlüssel schenkt. Dort soll es magische Gegenstände und Zeitreisezimmer geben. Denn ganz dringend möchte Eve in der Zeit zurückreisen, um ihr Kindheitstrauma, den Unfalltod ihrer jüngeren Schwester, ungeschehen zu machen. In Rückblenden werden das traumatische Ereignis an ihrem 4. Geburtstag, die folgende Trennung der Eltern, die Distanziertheit zur Mutter, ihre Schuldgefühle und Depressionen geschildert. Mit Skizzenblock und Stiften versucht Eve, ihrer Verlassenheit Herr zu werden. Und so entstehen Oktopusse, die auf dem Papier lebendig werden. Dann entschließt sie sich, zum verlassenen Belle-Époque-Hotel in die Schweiz zu reisen, um den magischen Rätseln auf den Grund zu gehen. Und tatsächlich findet die junge Frau mit dem geheimnisvollen Zimmerschlüssel den Übergang in das Jahr 1935, als das Hotel in voller Blüte stand. Dort trifft sie auch auf den von ihr sehr verehrten Komponisten Max Everly als jungen Mann und erlebt eine Liebe mit einem ebenfalls traumatisierten Menschen, die dann auch noch weiter zurück in das Jahr 1917 reicht. Etwas konstruierte Mischung aus Magie, Zeitreise, Romantik – aber auch Themen wie Verlust, Schuld und Kriegstraumata, die es manchmal schwer machen, die Übersicht zu behalten. Dennoch ein lesenswertes Debüt!

Das White Octopus Hotel

Das White Octopus Hotel

Alexandra Bell ; aus dem Englischen von Edith Beleites
HarperCollins (2026)

380 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625432
ISBN 978-3-365-01096-9
9783365010969
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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