Garden girls
Ty, Ermittler in einem Sonderermittlungsteam, wurde in den vorangegangenen Bänden (bisher nur im englischen Original erschienen) bereits schwer emotional getroffen. Nun scheint es so, als passierten Morde, um ihm etwas zu beweisen. So werden Frauen
mit floralen Namen entführt, über und über mit Blumen tätowiert und getötet. Und irgendwie ist klar, dass es mit Ty zu tun hat. Nur was und wer dahinterstecken könnte, ist völlig unklar. An Emotionalität gewinnt das Buch, als er seine verstorben geglaubte ehemalige Liebe Bexley im Rahmen der Ermittlungen wiedertrifft. Als klar wird, dass der Sohn, den sie hat, von ihm ist, brechen alle Dämme. Nachdem die Schwester von Bexley zu einem der Entführungsopfer wird, holt Ty seine Vergangenheit in einer Sekte schlagartig wieder ein. Zudem die stetige Angst vor einem nahenden Hurrikan, der das Team zusätzlich gegen die Zeit kämpfen lässt. – Zu Beginn braucht man als Leser etwas Zeit, um in die Geschichte zu finden. Sie wirkt gar langatmig. Aber Dranbleiben lohnt sich. Die Erzählung nimmt so gewaltig an Fahrt auf, dass man kaum mitkommt. Und als zum Ende klar scheint, wie es gewesen sein muss, kommt es nochmal ganz anders. Wer auf schockierende und grausame Geschichten steht, wird hier fündig.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Garden girls
Jessica R. Patch ; aus dem Englischen von Andreas Heckmann
HarperCollins (2025)
413 Seiten
kt.