Kleist und die zerbrochene Klassik
Als Heinrich von Kleist im Jahr 1877 zur Welt kommt, ist ihm eine Karriere als Soldat eigentlich so gut wie sicher. Nach seinen ersten Kriegseinsätzen zweifelt er jedoch daran, dass das Militär, vor allem das sture Befehlen und Gehorchen, für ihn
das Richtige ist und wendet sich dem Studium und der Schriftstellerei zu. Der Autor schildert aus der Sicht des jungen Dichters seine ständigen inneren Kämpfe und Zweifel, seine unglücklichen Lieben und seine Schwierigkeiten durch den ständigen Geldmangel, dem er durch eine Rückkehr in den Staatsdienst entkommen will, was aber misslingt. Gelegentlicher Erfolg seiner Stücke, wie z.B. "Der zerbrochene Krug" wechselt sich ab mit Misserfolgen und die politischen Verhältnisse in Preußen nach den Siegen Napoleons sind seiner Karriere als Dichter auch nicht gerade förderlich. Am Ende sieht er keinen anderen Ausweg mehr als den Freitod. Neben Leben und Wirken Kleists vermittelt der Autor den jungen Lesern in gesonderten Sachkapiteln politisches und kulturelles Grundwissen dieser Zeit, ein Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe. - Für alle Büchereien geeignet.
Julia Massenkeil-Kühn
rezensiert für den Borromäusverein.
Kleist und die zerbrochene Klassik
Andreas Venzke
Arena (2011)
Arena-Bibliothek des Wissen : Lebendige Geschichte
109 S. : zahlr. Ill.
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12