Spiegelkind
Juli ist 15 Jahre alt, hat zwei Geschwister und lebt abwechselnd mit ihrer Mutter oder ihrem Vater zusammen, die sich getrennt haben. Eines Tages ist Julis Mutter verschwunden und das Haus verwüstet, die Polizei jedoch verweigert eine Suche. Damit
beginnt für Juli eine schwere Zeit, auch ihr Vater und die zu Hilfe eilende Großmutter benehmen sich merkwürdig. Nach und nach bekommt sie heraus, dass ihre Mutter eine berühmte Künstlerin ist und zu den "Pheen" gehört, unsterblichen Wesen mit besonderer Begabung, die in der Gesellschaft verhasst sind. Sie freundet sich mit einer neuen Mitschülerin namens Ksü an, die mutig ist und in kein Schema zu passen scheint. Gemeinsam mit Ksü begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter und lehnt sich gegen die starren Normen ihrer Umwelt auf. Und sie erlebt, dass sie durch die Bilder, die ihre Mutter geschaffen hat, in eine andere Welt gelangen und auf diese Weise sogar Kontakt zu ihrer Mutter aufnehmen kann. Jule Böwe liest die fantastische Geschichte mit zunächst merkwürdig wirkender, heiserer Stimme, die jedoch gut zum Inhalt passt und einen ausgewogenen Höreindruck vermittelt. Dieser erste Band einer Trilogie hat ein sehr offenes Ende, sodass bei einer Anschaffung, die gerne empfohlen wird, an die Folgebände gedacht werden sollte.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Spiegelkind
Alina Bronsky. Gelesen von Jule Böwe
Arena audio (2012)
5 CD
CD