Widder Willi will aber!
Heute ist wirklich nicht sein Tag. Der kleine Widder Willi könnte eigentlich zufrieden sein, ist er aber nicht. Jeder soll nach seiner Pfeife tanzen: Opa soll ihn zum x-ten Mal durch die Luft werfen oder Onkel Saschaf muss genau nach Willis Anweisung
Verstecken spielen, genauso wie Willi das bestimmt. Natürlich ist der Kleine verärgert, schmeißt sich auf den Boden und trommelt mit den Hufen. Plötzlich steht ein kleiner Steinbock da. Sofort erkennt Willi in ihm einen Bruder im Geiste, was ein Erfahrungsaustausch augenblicklich bestätigt. Auch Steinbock Hörnchen tut selten, was die Erwachsenen von ihm wollen. Das schweißt die beiden zusammen. Der entscheidende Impuls kommt von Onkel Saschaf. Widderwillig und Kein-Bock lernen, über ihre Schatten zu springen. Eine ganz neue und gar nicht so schlechte Erfahrung. – Bei diesem liebenswerten Bilderbuch stimmt einfach alles, vom herrlichen Cover, das die beiden niedlichen Sturköpfe auf einer Bergwiese zeigt, über das ansprechende Vorsatzpapier bis hin zu der vergnüglichen Geschichte über die herausfordernde Autonomiephase. Die Eltern-Kind-Interaktion ist von Verständnis geprägt, die kleinen Betrachter bekommen durch die beiden Protagonisten genügend Möglichkeiten zur Identifikation oder Distanzierung u.v.m. Selbst die Erziehenden können hier über die Höhen und Tiefen des Reifeschrittes ihrer Kinder schmunzeln. Unbedingt einstellen.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Widder Willi will aber!
Romy Pohl ; Illustrationen: Marta Balmaseda
Arena (2024)
Widder Willi
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3