Nürnberger Frösche
Da sie berühmt ist für ihren Scharfsinn, werden Gretels Dienste von Albrecht Dürer dem Viel Viel Jüngeren angefordert. Zusammen mit ihrem gefräßigen Bruder Hans reist sie nach Nürnberg, um den Diebstählen berühmter Gemälde auf die Spur zu
kommen. Während Hans sich zusammen mit seinem Freund Wolfi an der Herstellung der größten Wurst der Welt beteiligt, führt Gretel philosophische Gespräche mit einem Mäuserich, wundert sich über die griesgrämige Miene eines Kobolds und landet in Lederkluft in einem unterirdischen Bordell. - Ziemlich schräg ist sie, die Welt des 18. Jh., die P. J. Brackston da zeichnet. Trotzdem fügen sich ihre skurrilen Ideen gut ineinander, verblüffen genauso wie Gretels nüchterner Humor. Große Stärke des Buchs sind die amüsanten Figuren mit ihren großen und kleinen Schwächen. Ein ungewöhnliches Krimi-Vergnügen. (Übers.: Frauke Meier)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Nürnberger Frösche
P. J. Brackston
Bastei-Lübbe (2014)
Bastei-Lübbe-Taschenbuch ; 17093
317 S.
kt.