Louise und die Liebe
Louise ist 90 Jahre alt und in der geschlossenen Abteilung eines Heims untergebracht. Diese mischt sie ordentlich auf, setzt hemmungslos ihren Willen durch, obwohl sie eigentlich mit Abschied, mit ihrem Verschwinden von der Welt beschäftigt ist. Da
bekommt sie ein Paket ohne Absender - es enthält ihre eigenen Tagebücher. Nach anfänglicher Weigerung lässt Louise sich von ihrem Lieblingspfleger Fabio daraus vorlesen - und taucht ein in ihr Leben, beginnend mit ihrer Liebe zu Daniel Berg, der im Krieg nach Ausschwitz verschleppt wurde. Louise folgte ihm nach Deutschland, durchlebte und durchlitt den Krieg, fand schließlich Daniel wieder, doch ihre Liebe konnte die Kluft nicht mehr überwinden. - Geschickt führt der Autor die beiden Erzählstränge zwischen damals und heute, bis sie sich am Ende überraschend treffen. Die Figuren wirken gerade wegen ihrer Eigenheiten sehr lebendig. Die Geschichte ist lustig bis tieftraurig, absolut berührend. Taschentücher bereithalten! (Übers.: Simone Schroth)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Louise und die Liebe
Marcel Vaarmeijer
Bastei-Lübbe-Taschenbuch-Verl. (2018)
Bastei Lübbe Taschenbuch ; 17732
411 S.
kt.