Brandstatt
In einer Truhe im Dachboden entdeckt die pubertierende Annie die Korrespondenz ihrer Mutter mit Jan, der erst seit Kurzem wieder in sein Thüringer Heimatdorf zurückgekehrt ist. Jan Pajak, der in dem abgelegenen und etwas verwahrlosten Hof "Brandstatt"
lebt, ist eine geheimnisumwitterte Person und Annie wird neugierig auf ihn und sucht ihn auf. Dabei kommen sie sich sehr nahe, denn Annie will auch wie ihre Schulfreundinnen einmal Sex haben und bedrängt ihn. Eines Tages wird die junge und leichtlebige Dorfschönheit Lydia vermisst und der Verdacht richtet sich auf Jan Pajak, der plötzlich mit unbekanntem Ziel das Dorf verließ. Annie beginnt ihr Studium in Berlin, wo sie bei einer universitären Veranstaltung Leo kennenlernt und sich eine Beziehung entwickelt. Doch Leo will keine feste Bindung und bleibt auf Distanz, das verletzt Annie sehr. Zufällig finden sich nach Jahren Annie und Jan wieder. Gleichzeitig wird auch der Mord an Lydia aufgeklärt, in den Jan indirekt verwickelt ist. - Der Erstlingsroman von Anousch Mueller ist nicht nur spannend und anregend erzählt, sondern logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Ein Lesevergnügen und allen Büchereien zu empfehlen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Brandstatt
Anousch Mueller
Beck (2013)
224 S.
fest geb.