Tausendundeine Nacht - das glückliche Ende
Einen wahren Schatz entdeckte die Arabistin Claudia Ott in der Rasit-Efendi-Bibliothek von Kayseri: eines der ältesten erhaltenen Manuskripte von Tausendundeine Nacht. Unter falschem Titel verzeichnet, war es lange Zeit im Dornröschenschlaf versunken,
nun nahm sich Ott der Märchen an, ordnete und übersetzte sie. Der erste Teil ist bereits erschienen (2004, in BP nicht bespr.), nun folgt die Erzählung der achthundertachtzigsten Nacht bis hin zum glücklichen Ende. Und es ist wahrlich glücklich, denn nachdem Schahrasad in ihren wundersamen Geschichten dem grausamen König Schahriyar gleichsam einen Spiegel vorgehalten hat, beginnt dieser zu reflektieren und sein Verhalten zu bereuen. Er heiratet Schahrasad, und da auch - überraschend und neu - sein Bruder Schahrasads Schwester zur Frau nimmt, endet das Buch mit einem prachtvollen Fest und einer Doppelhochzeit. Wunderbar! (Übers.: Claudia Ott)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Tausendundeine Nacht - das glückliche Ende
Beck (2016)
Neue Orientalische Bibliothek
426 S. : Ill., Kt.
fest geb.