Digitale Paranoia

Als Jan Kalbitzer mit einem Kollegen einen Artikel über eine Patientin veröffentlicht, deren Wahnvorstellungen durch bestimmte Mechanismen des Internets verstärkt wurden, löst dieser Artikel zunächst einen sog. Shitstorm aus. Für Kalbitzer waren Digitale Paranoia die Erfahrungen, die er während dieser Zeit mit den sozialen Medien sammelte, Anlass, über Nutzen und Gefahren des Internets zu forschen. Gut les- und nachvollziehbar beschreibt er in Analysen, Fallbeispielen und 12 Experimenten unseren Online-Umgang mit Chancen und Risiken und macht deutlich, dass er die Ablehnung wie z.B. in M. Spitzers "Cyberkrank!" (s. BP/mp 16/22) nicht teilt. Statt dessen plädiert er für einen achtsamen Umgang mit dem Internet jenseits von dauernder Erreichbarkeit und für einen aufmerksamen Umgang mit der eigenen Umgebung (z.B. indem man Kindern Zeit schenkt!). Schon in kleineren Büchereien (vor M. Spitzer) empfohlen.

Michael Müller

Michael Müller

rezensiert für den Borromäusverein.

Digitale Paranoia

Digitale Paranoia

Jan Kalbitzer. Mit 12 Ill. von Katharina Grossmann-Hensel
Beck (2016)

207 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 586229
ISBN 978-3-406-69791-3
9783406697913
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Te, Fa
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