Black Romeo

Osiel Gouneo stammt aus der kubanischen Hafenstadt Matanzas, der Heimat der Rumba. Schon früh kommt er mit Musik und Tanz in Berührung, erweist sich als talentiert, schafft die Aufnahme an die Ballettakademie in Havanna und in das Ensemble des kubanischen Black Romeo Nationalballetts. Mit Ehrgeiz und Disziplin treibt er seine Karriere im In- und Ausland voran, tanzt alle großen Rollen und einige davon, wie den Romeo an der Pariser Oper, als erster schwarzer Tänzer überhaupt. Als Principal Dancer erfährt er Anerkennung und Unterstützung, aber auch Diskriminierung und Rassismus. Das klassische Ballett sei, so Gouneo, immer noch eine anachronistische, monochrome Welt: weiß, westlich, osteuropäisch. Das sollte sich ändern, sagt der Tänzer, der die Kunstform Ballett nicht nur technisch, sondern artistisch, ästhetisch und emotional sieht. Seine Autobiografie erzählt eine außergewöhnliche Lebens- und Erfolgsgeschichte und bietet einen hochinteressanten Einblick in die Welt des professionellen Tanzes. – Für alle Bestände sehr gerne empfohlen.

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Black Romeo

Black Romeo

Osiel Gouneo ; mit Thilo Komma-Pöllath
C.H.Beck (2024)

248, [14] Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.

MedienNr.: 618680
ISBN 978-3-406-79119-2
9783406791192
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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